Imperium Hedonia

 


In grellen Farben steht sie da
die Hure Neu-Hedonia
als Göttin aller Unvernunft
und Heimstatt einer Narrenzunft
die blindlings in den Abgrund stürmt.
Die Sünden die sie aufgetürmt
spül' ich hinfort mit einer Flut
aus brennend heißer Flammenwut.


Neu-Hedonia muss brennen,
auf dass letztlich sie erkennen,
was die Masse niemals bedenkt:
Dass durch Instinkte ferngelenkt
Menschen noch den Tieren gleichen.
Wollen sie auch stetig weichen
vor einem Urteil, das da spricht:
„Der Schöpfung Krone seid ihr nicht!“


Flammenzungen lecken lüstern
Fleisch von menschlichen Verwüstern
und blasse Hüllen gehen ein
im reinigenden Feuerschein
der zürnend durch die Straßen fegt.
Das Pflänzlein Einfalt brav gehegt
enden nun als feiner Dünger
alle stumpfen Götzenjünger.


Aus Spaßruinen kalter Glut
erhebt sich nun mit Lebensmut
eines reinen Geistes Wille,
brechend durch die Totenstille
durch den Klang von neuem Leben.
Nichts soll meine Brust mehr heben,
da nun nach meinem Namen ruft
des letzten Menschen kalte Gruft.