Traum

 


Tanzend schwirrt ein Wesen vor mir,
anmutig und himmlisch rein,
in roter Rosen Wuchsrevier.
Ich weiß, dies kann ein Traum nur sein.


Entflohen aus des Herzens Käfig
bringt's zurück, was ich vergaß.
Einst machte jener Traum mich selig,
so fein, zerbrechlich, wie aus Glas.


So lodert alte Flamme nun von Neuem,
ich streb' hinan von Sehnsucht voll.
Erschrecke dann und muss mich scheuen,
vor einer Eiswand kaltem Groll.


Der Traum indes tanzt munter fort,
strebt auf mich zu, will wieder weichen.
mal ist er hier, mal ist er dort.
Und kann ihn letztlich nicht erreichen...


Doch hab' ich letztlich alle Zeiten
und Eis ist selten ewig.
Das Feuer wird den Weg bereiten,
der Traum macht mich dann selig.


Wenn Sol und Luna sich verbinden
ein güld'nes Band sie legen um,
dann Sulphur wird Mercurius finden,
am Lapis Philosophorum.